Mietvertrag und Nebenkosten prüfen
Viele Nebenkostenabrechnungen enthalten Positionen, die gar nicht umlagefähig sind. Wer den Verteilerschlüssel und die Fristen kennt, spart oft dreistellige Beträge.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Vermieter muss innerhalb von zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums abrechnen.
- Verwaltungskosten und Instandhaltung sind nicht umlagefähig.
- Einwendungen kannst du bis zwölf Monate nach Zugang der Abrechnung erheben.
- Du hast ein Recht auf Einsicht in die Originalbelege.
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Worauf du prüfen solltest
Abrechnungszeitraum
Zwölf Monate, korrekt datiert – und rechtzeitig zugestellt?
Umlagefähige Positionen
Nur die im Vertrag vereinbarten Betriebskosten dürfen umgelegt werden.
Verteilerschlüssel
Fläche, Personen oder Verbrauch – der Schlüssel muss dem Mietvertrag entsprechen.
Heizkostenabrechnung
Mindestens 50 Prozent müssen verbrauchsabhängig abgerechnet werden.
Vorauszahlungen
Sind alle geleisteten Zahlungen korrekt gegengerechnet?
Deine nächsten Schritte
- 01Abrechnung und Mietvertrag zusammen hochladen.
- 02Nicht umlagefähige Posten markieren.
- 03Belegeinsicht schriftlich verlangen.
- 04Einwendungen fristgerecht und schriftlich erklären, Nachzahlung ggf. unter Vorbehalt leisten.
Frist im Blick behalten
Zwölf Monate für die Abrechnung des Vermieters, zwölf Monate ab Zugang für deine Einwendungen.
Häufige Fragen
Welche Nebenkosten darf der Vermieter umlegen?
Nur die Betriebskosten nach der Betriebskostenverordnung, und nur wenn sie im Mietvertrag vereinbart sind.
Was tun bei einer zu späten Nebenkostenabrechnung?
Nach Ablauf der Zwölfmonatsfrist kann der Vermieter in der Regel keine Nachzahlung mehr verlangen – ein Guthaben musst du aber trotzdem erhalten.
Muss ich eine Nachzahlung sofort überweisen?
Erst nach Prüfung. Bei Zweifeln zahlst du unter Vorbehalt und verlangst Belegeinsicht.
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Mehr Hintergrund findest du im Ratgeber und in der Übersicht aller Dokumenttypen.
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